Beeinflusst der Mond unseren Schlaf?

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Kürzlich gab es eine partielle Sonnenfinsternis und dazu noch Neumond. Einige Menschen haben über Schlaflosigkeit oder unruhigen Schlaf geklagt. Aber beeinflusst der Mond unseren Schlaf? Ist das nur Einbildung oder ist an der Tatsache tatsächlich etwas dran?

Forschende fragten sich: Beeinflusst der Mond unseren Schlaf?

  • Der Mond hat unbestreitbar Einfluss auf die Erde – beeinflusst er auch den Menschen?
  • Schläft man bei Vollmond wirklich schlechter? Forschende haben diese Frage untersucht sind zu einer spannenden Erkenntnis gekommen.

Es heißt schon lange, dass der Mond einen signifikanten Einfluss auf die Menschen hat. Nicht umsonst gibt es zahlreiche Fabeln und Märchen von Werwölfen bei Vollmond. Aber wie korrekt sind die Thesen, dass verschiedene Mondphasen den Schlaf beeinflussen? Forschende haben sich der Sache angenommen und in einer Studie den Schlaf verschiedener Personen untersucht.

Dazu haben die Forschenden von der Universität von Washington Schlafdaten von hunderten Personen gesammelt. Bei knapp 100 der Personen handelte es sich um indigene Menschen aus drei lateinamerikanischen Dörfern. Ein Dorf hatte keinen Zugang zur Elektrizität, ein Dorf hatte wenig Zugang zur Elektrizität und das dritte Dorf hatte durchgängig Zugang zu Strom. Dazu wurden Schlafdaten von über 400 Studierenden aus Seattle ergänzt.

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Welche Ergebnisse konnten sie finden?

 Alle Personen gingen in den drei bis fünf Tagen vor Vollmond später ins Bett und schliefen kürzer. Allerdings muss hier zwischen den Rahmenbedingungen unterschieden werden:

  • Menschen ohne Strom schliefen in dunklen Nächten 25 Minuten länger als in Nächten, in denen der Vollmond den Himmel erhellte.
  • Bei Menschen mit wenig Zugang zu Licht und Strom waren es 19 Minuten.
  • Menschen, die jederzeit Zugang zu Strom und Licht hatten, schliefen in Vollmondnächten nur 11 Minuten weniger.

Diese Entdeckung ist auf den Zugang zu künstlichem Licht zurückzuführen. Durch künstliches Licht kann man den Tag künstlich verlängern. Als das noch nicht möglich war, war der Vollmond von signifikanter Bedeutung. Er galt als abendliche Lichtquelle, die Aktivitäten zu später Stunde möglich machte. Indigene Völker haben bei Vollmond beispielsweise häufig gejagt oder gefischt.

Wenn helles Mondlicht also in den ersten Stunden der nacht verfügbar war, waren verschiedene Personengruppen an unterschiedlichen Orten der Welt aktiver und haben weniger geschlafen.

Die gesamte Studie dazu findest du hier.

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