Futterknödel für Vögel selbermachen: so geht’s

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Wenn der Herbst beginnt, finden unsere Wildvögel mit der Zeit immer weniger Nahrung. Aus diesem Grund ist es gut, sie mit entsprechenden Futterstellen zu unterstützen. Die Möglichkeiten sollten dabei am Besten unterschiedlich sein, damit auch jede Art auf ihre Kosten kommt: manche Vögel bevorzugen es nämlich, am Boden zu picken, andere wiederum lassen sich lieber an Spendern nieder, die höher stehen oder hängen. Es gibt Spender, die sich mit losem Futter befüllen lassen, oder die klassischen Meisenknödel, die nicht nur bei Meisen beliebt sind. Die, die du kaufen kannst, sind fast immer mit einem Plastiknetz versehen, was natürlich nicht gerade umweltfreundlich ist. Außerdem können die leeren Netze zu einer Gefahr für Wildtiere werden, wenn sie in der Natur herumliegen. Da ist es doch viel besser, die Knödel plastikfrei selber zu machen. Wie du Futterknödel für Vögel selbermachen kannst, zeigt dir dieser Beitrag.

Futterknödel selbermachen: das ist wichtig

  • Unsere Knödel stellen wir aus Streufutter und Fett her. Dazu kannst du Rindertalg oder Schweinefett benutzen; wir haben uns allerdings für die vegane Variante entschieden und nehmen neutrales Kokosfett. Wenn du Pflanzenfett benutzt, achte darauf, dass es geschmacksneutral ist und möglichst in Bio-Qualität.
  • Benutze das passende Futter. Bitte keine Brotstücke oder andere Zutaten, die nicht für Vögel geeignet sind, verarbeiten! Du kannst fertige (Wild)Vogelfuttermischungen kaufen, zum Beispiel im Gartencenter, Tierzubehörgeschäften, im Baumarkt, größeren Supermärkten oder auch in guter Qualität im Bioladen. Wenn du magst, kannst du noch andere Zutaten hinzufügen, wie etwa
  • Haferflocken
  • Sonnenblumenkerne (mit und ohne Schale)
  • verschiedene Nüsse (ungesalzen / ungewürzt)
  • Rosinen oder getrocknete heimische Beeren

So kann sich jede Vogelart herauspicken, was sie am liebsten mag.

Futterknödel für Vögel auch im Sommer?

Unsere selbstgemachten Knödel sind nur für den Winter geeignet, da das verwendete Fett bei höheren Temperaturen beginnt zu schmilzen. Auch ist die grundsätzliche Frage, ob man Vögel ganzjährig füttern sollte, nicht eindeutig zu klären; es gibt sowohl Argumente dafür, als auch dagegen.

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Die Wildvögel müssen immer mehr Lebensraum einbüßen. Dadurch, und durch den Schwund der Insekten, fehlt es an Nahrungsquellen. Das spricht natürlich dafür, dass wir Vögeln das ganze Jahr über Futter zur Verfügung stellen sollten. Allerdings ist der Nachteil, dass das Körnerfutter von den Elterntieren im Frühjahr und Sommer an ihre Jungtiere verfüttert wird. Diese benötigen aber eher proteinreiche Insekten und manche Körner und Samen können ihnen sogar schaden. Auch gibt es Studien, die zeigen, dass sich durch fettreiches Futter im Winter und Frühjahr die Fruchtbarkeit der Vögel verschlechtert. Es gibt also Vor- und Nachteile. Wenn du mehr zum Thema lesen und erfahren möchtest, was du sonst für den Vogelschutz tun kannst, lies gerne hier beim NABU nach.

Futterknödel für Vögel selbermachen: so geht’s

Du brauchst:

  • 250 g Pflanzenfett
  • ca. 350 g Futtermischung
  • 1 kleiner Topf
  • Bänder zum Aufhängen
  • ggf. Muffinförmchen (z.B. aus Silikon)

Das Pflanzenfett in den Topf geben und solange erwärmen, bis es komplett geschmolzen ist. Nun die Futtermischung dazugeben und gut verrühren. Ein bisschen abkühlen lassen. Nun in die Muffinförmchen füllen und das Aufhängeband einlegen. Komplett abkühlen lassen und dann vorsichtig aus den Formen lösen. Alternativ kannst du die Mischung in größere Plätzchenausstecher füllen, die du auf ein Brett o.ä. gelegt hat. Auch ist es möglich, mit den Händen richtige „Knödel“ zu formen. Dazu sollte die Masse schon recht weit abgekühlt sein, sich aber noch gut formen lassen. Denke auch hierbei an das Band zum Aufhängen!

Noch ein wichtiger Tipp zum Schluss: hänge deine Futterknödel geschützt und gut erreichbar auf; und auf jeden Fall vogelsicher, so dass keine Katze herankommt oder sich die Futterstelle neben einer Scheibe befindet, vor die die Vögel aus Versehen fliegen könnten.

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