Seedbombs: So machst du sie selber

Teile diesen Beitrag

Samenbomben, oder auch „Seedbombs“ sind kleine Kugeln aus Erde und Blumensamen, mit denen sich ganz einfach im Vorbeigehen Brachflächen begrünen lassen. Die Idee stammt ursprünglich aus dem „Guerilla Gardening“, also dem Begrünen und Bepflanzen von Flächen, die einem nicht gehören, wie zum Beispiel in Parks, auf Verkehrsinseln oder Randstreifen an der Straße. Einfach schnell eine „Bombe“ geworfen, der Natur ihren Lauf gelassen und schon ist die Welt um ein kleines Fleckchen bunter und schöner. Doch natürlich eignen sie sich auch wunderbar zum Verschenken (oder selbstverständlich den eigenen Garten), weil es eine einfache und schnelle Art ist, Blumen zu „pflanzen“; besonders, wenn man es statt akkurat lieber etwas wild mag.

Kleine Anmerkung am Rande: das Begrünen von öffentlichen Flächen ist verboten. Ebenso sollten die Bomben nicht in Naturschutzgebieten oder auf fremden Privatgrundstücken eingesetzt werden.

Seedbombs selbermachen, das geht ganz leicht

Die Samenbomben lassen sich ganz leicht selber machen und es werden nur wenige Zutaten benötigt. Die Blumensamen dürfen gerne bunt gemischt sein, entweder gekauft oder selbst gesammelt. Es sollten allerdings heimische Pflanzen sein, da Exoten das ökologische Gleichgewicht stören können. Gut geeignet sind zum Beispiel:

Biene auf Blume
Biene auf Blume / Quelle: pixabay.com
  • Ringelblumen
  • Kornblumen
  • Einheimischer Mohn
  • Sonnenblumen
  • Malve
  • Sonnenhut
  • diverse Kräuter (wie Petersilie, Kresse, Schnittlauch)
  • Wildblumenmischungen, die man fertig zu kaufen bekommt

Je mehr wilde, bunte, einheimische Pflanzen in unserer Umgebung zu finden sind, desto mehr freuen sich Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten. Perfekt wird es, wenn man Pflanzen wählt, die sich später auch ganz von selbst wieder aussäen.

Anzeige

Weiterhin gibt man etwas Lehm oder Ton mit in die Mischung. Hier kann man ruhig auf die feine Tonerde zurückgreifen, die man in der Drogerie zu kaufen bekommt. Sie sorgt dafür, dass die Kugel besser in Form bleibt und schützt das Saatgut außerdem vor Fressfeinden wie Vögeln oder Insekten. Auch, wenn die Kugeln durch den Ton sehr hart werden, müssen sie nicht aufgebrochen werden, um zu keimen, das passiert mit etwas Wasser bzw. Regen ganz von allein.

So machst du die Samenbomben selber

Blumensamen und Erde
Blumensamen und Erde / Quelle: pixabay.com
  • 5 Teile Erde (z.B. 200 g)
  • 5 Teile Tonerdepulver (z.B. 200 g)
  • max. 1 Teil Blumensamen (nicht zu viele, sonst machen sich die Keimlinge später Konkurrenz)
  • etwas Wasser
  • eine Schüssel
  • Zeitungspapier

So geht’s:

Die Erde (am besten gesiebt, damit keine großen Stücke enthalten sind) mit der Tonerde und den Samen in der Schüssel gut durchmischen. Nun nach und nach wenig Wasser dazugeben, bis ein gut formbarer Teig entsteht. Solltest du zu viel Wasser erwischt haben, einfach wieder etwas Erde und Tonpulver dazugeben. Zu walnussgroßen Bällchen formen und auf das Zeitungspapier legen. Die Seedballs nun zwei bis drei Tage lang an der Luft trocknen lassen, dabei hin und wieder wenden. Anschließend werden die Samenbomben lichtgeschützt verpackt und bis zu ihrem Einsatz an einem kühlen Ort gelagert. So halten sie sich übrigens bis zu zwei Jahren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.