Was muss man beim Pilze sammeln beachten?

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Im Spätsommer und im Herbst macht es Spaß, Pilze im Wald zu sammeln. Es gibt aber Regeln, was und wieviel du mitnehmen darfst. Was muss man beim Pilze sammeln beachten? Verbinde die Sammel-Aktion auf jeden Fall mit einem entspannenden Spaziergang und du hast eine super Gruppenaktivität geschaffen!

Pilze sammeln: Die Menge macht’s

Recherchiert man im Internet das Thema “Pilze suchen” wird es schnell unübersichtlich und klingt kompliziert. Generell kannst du aber diese Faustregel beachten:

Das Betreten des Waldes ist grundsätzlich erst mal für jeden erlaubt. Jeder, der im Wald unterwegs ist, darf demnach “einen Handstrauß” voll Waldfrüchte mitnehmen. Dabei muss auch nicht darauf geachtet werden, wer den Wald besitzt. Speisepilze in Wäldern dürfen ausschließlich für den Eigenbedarf gesammelt werden. Wieviel das genau ist, wird nicht exakt geregelt. Auf der sicheren Seite sind Pilzsammler, wenn sie von etwa 1.500 bis 2.000 Gramm Pilze pro Person ausgehen. Auch das Sammeln von Blättern und Beeren ist gestattet, aber alles in einem angemessenen Rahmen und nur Arten, die nicht unter Naturschutz stehen.

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solltest du Fragen zum Pilze sammeln haben, kannst du dich auch an den örtlichen Förster wenden.

Das ist beim Pilze sammeln verboten:

  • Es ist verboten, seltene Pilzarten wie Trüffel oder Grünlinge zu sammeln. Das ist im Bundenaturschutzgesetz und EU-Richtlinien geregelt.
  • Es ist außerdem verboten, im Wald gesammelte Pilze zu verkaufen. Wer die Pilze verkaufen will, muss sich das vorher vom Waldbesitzer genehmigen lassen.
  • Ein Sammelverbot besteht in öffentlichen Parks, Naturschutzgebieten und Nationalparks, auf Verjüngungsflächen und Flächen auf denen Holz geschlagen wird.
  • Das Suchen von Pilzen ist nachts verboten – zum Schutz der Wildtiere, die häufig nachtaktiv sind.

Das musst du beachten:

  • Nur ernten, was man kennt und bestimmen kann: Bei einigen Speisepilzen besteht Verwechslungsgefahr mit ähnlichen Giftpilzen. Zum Beispiel sind Wiesen-Champignons und Knollenblätterpilze sich zum verwechseln ähnlich. Ein auffälliges Unterscheidungsmerkmal: Wiesen-Champignons haben rosane oder braune Lamellen, Knollenblätterpilze weiße.
  • Immer einen Ratgeber mitnehmen: Zur leichteren Bestimmung der Pilze nimmst du dir am besten ein Buch mit oder fragst jemanden, der sich mit dem Sammeln von Pilzen auskennt.
  • Nur so viele Pilze sammeln, wie man verwerten kann: Zu junge und zu alte Pilze stehen lassen! Pilze vorsichtig herausdrehen oder mit einem Messer aus dem Boden heben. So bleiben auch Merkmale an der Stielbasis erhalten, die oft für eine korrekte Bestimmung unerlässlich sind.
  • Nicht roh verzehren und schnell aufbrauchen: Pilze haben einen super Vitamin- und Mineralstoffgehalt. Sie sollten kühl und trocken aufbewahrt und innerhalb von 24 Stunden verzehrt werden. Lieber keine rohen Speisepilze essen, denn sie können giftig sein. Pilze am besten in einem luftdurchlässigen Korb transportieren, da sie in Plastiktüten schnell verderben.
  • Bei einer Pilzvergiftung: Treten Symptome wie Schweißausbrüche, Durchfall und Benommenheit auf, besteht Verdacht auf eine Vergiftung. Umgehend einen Arzt oder eine Klinik aufsuchen.

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