Kochutensilien aus Holz reinigen: so geht’s

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Küchenhelfer aus Holz sehen nicht nur gut aus, sie haben auch einige Vorteile. Zum einen sind sie gegenüber Kunststoffen viel nachhaltiger und besser für die Umwelt (auch wegen der längeren Haltbarkeit) und zum anderen haben sie den entscheidenden Vorteil, dass sie antibakterielle Eigenschaften besitzen. So kamen viele Studien zu dem Ergebnis, dass sich auf Kochutensilien aus Holz Bakterien nicht lange halten können. Nach Kontakt mit verschiedenen Bakterien waren diese schon nach einer kurzen Zeit wieder verschwunden; deshalb punkten die Küchenhelfer in Sachen Hygiene eindeutig.

Ein weiterer Vorteil von Kochutensilien aus Holz ist, dass sie keine Kratzer verursachen. Nutzt man zum Beispiel Pfannenwender oder Kochlöffel aus Holz, werden die guten Töpfe und Pfannen geschont, was bei welchen aus Kunststoff oder besonders Metall nicht der Fall sein kann. Auch ist es so, dass sie nicht heiß werden, wenn man sie eine Zeitlang in Topf oder Pfanne liegen lässt, so besteht keine Gefahr, dass man sich die Finger verbrennt. Außerdem sind Küchenutensilien aus Holz nicht so problematisch, wenn sich doch mal ein kleines Stückchen davon ins Essen verirrt. Holz ist im Gegensatz zu Kunststoff für den Körper völlig unbedenklich.

Damit man möglichst lange Freude an den Kochutensilien aus Holz hat, gibt es hier einige Hinweise, worauf schon beim Kauf zu achten ist und ein paar hilfreiche Tricks für die richtige Reinigung und Pflege.

Auf das Holz kommt es an

Bei Schneidebrettern sollte man am besten zu Harthölzern greifen, wie Buche oder Ahorn; doch auch Obsthölzer wie Kirsche oder Nuss sind empfehlenswert. Auch ist es ratsam, einteilige Bretter aus einem Stück zu nehmen, so dass sie möglichst wenige oder keine Leimfugen besitzen. Bei anderen Utensilien wie zum Beispiel Kochlöffel, Zitronenpresse, Nudelholz, Salatbesteck, Grillzange oder Pfannenwender eignen sich Ahorn, Lärche, Fichte, Pappel, Buche, Eiche und Kiefer.

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Kochutensilien aus Holz reinigen: so geht’s

Küchenhelfer aus Holz sollten nicht in die Spülmaschine gegeben werden. Durch die chemischen Inhaltsstoffe des Reinigers und die hohe Hitze würde das Holz im Laufe der Zeit austrocknen und spröde werden. Dadurch wird die Oberfläche rau und uneben, wodurch sie nicht mehr so hygienisch wäre und sie sich auch immer schlechter reinigen lässt.

Besser ist ist, die Kochutensilien direkt nach ihrem Einsatz einfach unter warmem, fließenden Wasser abzureiben oder zu schrubben. Das geht am besten mit einer Spülbürste oder einem Schwamm. Seife oder Spülmittel sind meist gar nicht nötig und sollten auch eher sparsam verwendet werden, um das Holz zu schonen.

Gerüche beseitigen mit Kernseife

Ein kleiner Nachteil ist, dass sich bestimmte Gerüche aus Holz nicht komplett beseitigen lassen. Deshalb sollte man darauf achten, dass man zum Beispiel nicht auf dem gleichen Brett Zwiebeln und Obst schneidet, oder mit dem gleichen Löffel herzhafte und süße Gerichte rührt. Wäscht man die Stücke mit etwas Kernseife, kann dies aber die Gerüche etwas entfernen.

Extra-Tipp
Aus hygienischen Gründen ist es wichtig, niemals rohes Fleisch oder Fisch und anschließend weitere Zutaten wie Obst oder Gemüse auf dem gleichen Schneidebrett zu schneiden. Entweder schneidet man Fleisch und Fisch zuletzt, oder man nutzt unterschiedliche Bretter. Nach dem Schneiden von Fleisch und Fisch sollte das Brett dann sofort mit heißem Wasser gereinigt werden. Holz hat zwar die antibakterielle Wirkung, doch sicher ist sicher!

Längere Haltbarkeit durch gute Pflege

Damit man die Kochutensilien aus Holz möglichst lange benutzen kann, ist es hilfreich, sie hin und wieder mit etwas Öl zu pflegen. Geeignet sind dafür geschmacksneutrale Öle, wie Sonnenblumen-, Oliven- oder Leinöl. Einfach auf einen Lappen geben und damit das Holz abreiben. Einige Zeit einwirken lassen und dann einen möglichen Überschuss mit einem trockenen Tuch entfernen. Bei Schneidebrettern ist es ratsam, sie vorab noch mit etwas Natronpulver abzureiben, dies entfernt zusätzlich auch leichte Gerüche oder Verfärbungen.

Übrigens: Holz ist zwar ein nachwachsender Rohstoff, doch sollte man beim Kauf von Kochutensilien trotzdem auf die Herkunft achten und möglichst zu Produkten aus heimischen Hölzern greifen. Besonders gut ist es natürlich, wenn man entsprechende kleine Betriebe in seiner Nachbarschaft unterstützt, zumal sie meist Holz aus der eigenen Region verarbeiten. So wird der Kauf besonders nachhaltig und umweltfreundlich.

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