Pizzateig Grundrezept – so wird’s lecker

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Pizza gehört zu den absoluten Klassikern unter den Lieblingsgerichten, es gibt wohl kaum jemanden, der sie nicht mag. Das liegt auch daran, dass sie so vielseitig ist und sich auf verschiedene Arten und mit ganz unterschiedlichen Geschmäckern zubereiten lässt. Die Basis des Ganzen ist natürlich der Boden, der sich dann ganz nach Belieben belegen lässt. Für einen guten Pizzateig braucht es nicht viele Zutaten und er ist ganz leicht selber gemacht, so dass du auch Zuhause eine perfekte Pizza genießen kannst. Neben den passenden Zutaten brauchst du nur noch eins: etwas Geduld!

Auf das Kneten kommt es an

Manche schwören auf spezielles Pizzamehl, manche auf hochwertiges Olivenöl, die nächsten auf andere Zusätze, die in einem guten Pizzateig aber nichts verloren haben. Der Trick liegt einfach darin, den Teig möglichst lange zu kneten. Das ist mit puren Händen ein ganz schön langwieriger Kraftakt, den du dir nicht unbedingt antun solltest oder musst. Greife stattdessen lieber zu einem Handmixer mit Knethaken oder, wenn du den Luxus einer guten und leistungsstarken Küchenmaschine hast, bereite den Teig darin zu.

Eine gute Knetzeit liegt bei 12 – 15 Minuten! Danach sollte der Teig ruhen. Wenn du aber mehr Zeit (und Lust) hast, kannst du den Teig auch erstmal 20 Minuten ruhen lassen, um ihn dann nochmals etwa 10 Minuten zu kneten, bevor er in eine lange Ruhephase gehen kann.

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Was ist das Besondere?

Durch das lange (und ggf. wiederholte) Kneten kommt ein besonderer Prozess in Gang: das Eiweiß, welches sich im Mehl befindet (das Gluten), bildet lange Fasern. Sie sorgen dafür, dass der Teig später schön luftig und feinporig wird. Aus diesem Grund solltest du beim Kneten den Teig öfter mal kontrollieren: ziehe ihn dazu an einer Stelle weit auseinander. Wenn sich nun transparente Stellen bilden, ist es gut und der Teig fertig. Wenn nicht, oder wenn der Teig reißt, sollte er noch weiter geknetet werden.

Wie lange sollte der Teig gehen?

Ein klassischer Hefeteig benötigt seinen „Schönheitsschlaf“, also eine Ruhephase, in der die Hefe ihre Arbeit tun kann. Dazu sollte er an einem warmen, nicht zugigen Ort stehen und mit einem feuchten Tuch abgedeckt werden, das verhindert ein Austrocknen an der Oberfläche. Der Teig sollte sich in dieser Zeit etwa verdoppeln. Dazu reichen oft schon zwei Stunden, aber eine längere Zeit von 6, 7 oder auch 8 Stunden schadet auch überhaupt nicht. Wenn du magst, kannst du den Pizzateig sogar am Vortag zubereiten und ihn über Nacht im Kühlschrank weiter gehen lassen (nachdem er ein paar Stunden draussen gegangen ist). Diese Methode nennt sich „cold proofing“ oder „cold rising“. Die Kälte verlangsamt den Gärprozess, hält ihn aber nicht auf und lässt den Teig ganz anders erscheinen, als einen „kurz gegangenen“. Zu lange sollte Pizzateig aber nicht im Kühlschrank verweilen; maximal 3 Tage sind empfehlenswert.

Pizzateig
Pizzateig / Quelle: pixabay.com

Pizzateig Grundrezept – so geht’s

Für 1 Blech brauchst du

  • 500 g Mehl
  • 300 ml lauwarmes Wasser
  • 5 g Frischhefe
  • 10 g Salz

Zubereitung

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  • 1. Mische in einer kleinen Schüssel das lauwarme Wasser und die zerbröselte Hefe. Kurz umrühren und ca. 10 Minuten stehen lassen.
  • 2. In der Zwischenzeit mischt du das Mehl und das Salz in einer großen Rührschüssel.
  • 3. Gib nun die Wasser-Hefe-Mischung dazu und knete das ganze, bis ein schöner, cremiger, glänzender Teig entsteht. Tipps und Zeit siehe oben! Wenn du magst, lasse den Teig nun wie oben beschrieben, 20 Minuten gehen und knete ihn dann nochmals durch.
  • 4. Bereite eine ausreichend große Schüssel zum Gehen vor, indem du sie mit einem Küchentuch und etwas Olivenöl ausreibst. Das verhindert, dass der Teig später darin festklebt und erleichtert auch das Reinigen.
  • 5. Gib etwas Olivenöl oder Mehl auf deine Hände und entnimm den Pizzateig aus der Rührschüssel und lege ihn in die Gehschüssel. Feuchte ein Tuch (z.B. sauberes Küchenhandtuch) an und bedecke damit die Schüssel. Gut Ding will Weile haben, also lasse den Teig ruhen, wie oben angegeben.
  • 6. Wenn du die Pizza zubereiten willst, lege ein Backblech mit Backpapier oder einer Backmatte aus. Nimm den Teig aus der Schüssel und lege ihn darauf. Du kannst ihn ausrollen oder ganz einfach mit den Händen platt drücken, möglichst dünn. Wenn du es sehr dünn magst, kannst du aus dem Teig auch zwei Teile machen und sie jeweils zu einer Pizza formen; dazu benötigst du aber dann zwei Backbleche.
  • 7. Stelle das Backblech an die Seite und lasse den Teig nun noch etwas weitergehen, solange du den Belag vorbereitest und den Backofen vorheizt. Heize auf der höchsten Temperatur vor, das sind meist 250° C (Ober- / Unterhitze). Belege deine Pizza nach Wunsch und schiebe sie auf der untersten Stufe in den Ofen. Je nach dem, wie knusprig du es magst, lässt du sie 25 bis 35 Minuten backen.

Da die wenigsten von uns einen richtigen, hocherhitzbaren Pizzaofen zuhause haben, kannst du natürlich nicht erwarten, eine Pizza wie beim Italiener zu bekommen; aber richtig lecker wird sie trotzdem! Also hab viel Spaß beim Ausprobieren und verrate uns doch gerne, wie du deine Pizza am liebsten belegen würdest.

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